• Gruppe 1

Entschleunig' im Grätzl

Die Karlsgasse kann mehr! Der Karlsplatz als zentraler Mobilitätsknoten, die Karlskirche als Tourist*innenhotspot, die Universität als Hort der Lehre und mitten drinnen die Karlsgasse... Als Gegenpol zum hektischen und schnelllebigen Großstadtalltag rund um den Karlsplatz, entsteht im Karlsgassengrätzl ein entschleunigter Raum auf allen Ebenen.


Ein entschleunigtes Karlsgassengrätzl bedarf insbesondere eines neuen durchdachten Mobilitätskonzepts. Hierfür wird die Karlsgasse zur Fußgängerzone und die Gußhausstraße, bzw. Favoritenstraße zur Begegnungszone. Um ein einheitliches Bild und eine Verbindung der einzelnen Straßen zu erzeugen, ist eine einheitliche Pflasterung vorgesehen. Der gesamte Straßenraum wird auf ein Niveau gehoben. Somit werden alle Verkehrsteilnehmer*innen auf dieselbe Augenhöhe gebracht. Um eine Zerschneidung des Raums insbesondere durch die Favoritenstraße zu verhindern, werden auch großräumige Maßnahmen getroffen, die das Verkehrsaufkommen reduzieren bzw. verlagern. Zum einen wird die Favoritenstraße in Richtung Stadtzentrum ab der Mayhofgasse einspurig, zum anderen wird die Befahrung der Prinz-Eugen-Straße vom Wiedener Gürtel aus ermöglicht.

Abbildung 1: Verkehrskonzept - Zonierung, [1,2,3,4]


Im Zuge des Entwurfes wird ein vielfältiges Mobilitätsangebot geschaffen, welches wegfallende Stellplätze kompensiert und so den Grundstein für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Mobilitätsverhalten legt. So entstehen Car-Sharing-Stellplätze, Bike-Sharing-Angebote oder die Stärkung des Radverkehrs durch die Umwandlung der Argentinierstraße in eine Radstraße.

Abbildung 2: Schnitte, Eigene Darstellung


Gestaltung

Die entstehende Entschleunigungszone manifestiert sich räumlich unterschiedlich. Dafür werden verschiedene Zonen geschaffen, die abgestimmt auf ihre Potenziale und Bedürfnisse entsprechend genutzt und bespielt werden können. Highlight sind dabei die sogenannten „Schau-Mich-An-Zonen“, die besondere Potenziale besitzen. In Kombination mit Fassadenbegrünung, attraktiver Beleuchtung und Sitzelementen wird in den „Schau-Mich-An-Zonen“ eine spannende und angenehme Atmosphäre geschaffen. Somit laden sie zum Entdecken und Verweilen ein.


Abbildung 3: Funktionen, Eigene Darstellung [2]

Abbildung 4: Gestaltungsplan, Eigene Darstellung [2]


Abbildung 5: Schnittansicht Olga-Wisinger-Florian-Platz, Eigene Darstellung

Beteiligung Der Entwurf versteht sich nicht als abgeschlossenes Konzept für die Neugestaltung rund um die Karlsgasse. Vielmehr versteht er sich als Denkanstoß, der neue Zukunftsbilder für die Karlsgasse aufzeigt. Im Zuge der umfassenden Beteiligung wird dies als Anknüpfungspunkt herangezogen. Dieses Ausgangsverständnis ist Grundvoraussetzung vor den vorgesehen Co-Creation Prozess. Dieser setzt sich aus drei Stufen zusammen, die in zeitlicher Abfolge stattfinden, allerdings nicht isoliert und abgeschlossen zu betrachten sind. Über alle drei Stufen hinweg ist der Tausigplatz Ausgangspunkt und zentraler Platz. Jede Woche werden im Zuge einer Tafelrunde Impulse gesetzt und eine gemeinsame Identität geschaffen.

Abbildung 6: Beteiligungskonzept, Eigene Darstellung


In der ersten Stufe geht es vornämlich um die Aktivierung der lokalen Akteur*innen und deren Vernetzung. In Stufe Zwei entwickeln Nutzer*innen Ideen und bespielen den Raum. In der dritten Phase wird an einem gemeinsamen Konzept gearbeitet. Das Beteiligungskonzept versteht sich als ein iterativer Prozess, der in der konkreten Methodenwahl nicht fixiert, sondern adaptierbar ist. Einzelne Events und Arbeitsschritte können zwar isoliert in den Gruppen stattfinden, jedoch wird darauf Wert gelegt, dass der Informationsstand stets gleich ist.


Quellen

[1] Begegnungszone Beginn: Gigillo83 - Gesamte Rechtsvorschrift für Straßenverkehrsordnung 1960, Fassung vom 22.07.2014, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34152749 [03.06.20]

[2] Datenquelle: Stadt Wien – data.wien.gv.at [03.06.20]

[3] Fahrradstraße: Stadt Wien, Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten - Verkehrszeichen im Radverkehr, https://www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/bauen/verkehrszeichen.html [03.06.20]

[4] Fußgängerzone: Stadt Wien, Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten - Hinweiszeichen gemäß § 53 StVO 1960, https://www.wien.gv.at/verkehr/verkehrszeichen/hinweis.html [03.06.20]


Ein Konzept von Natalia Polstovalova, Niklas Schönböck, Silva Maringele &Teresa Feith

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