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Netze Neu Nützen

Aktualisiert: Mai 7

Karl*as Quartier als verbindender Stadtraum für Interaktion und Austausch


Was macht das Gebiet rund um die Technische Universität eigentlich aus und was ist das Besondere des Freihaus- und des Gußhausviertels? Welche Potentiale finden sich im öffentlichen Raum, an die angeknüpft werden kann, um die Lebendigkeit und den Austausch im öffentlichen Raum zu stärken?


Diesen und noch viel mehr Fragen haben wir uns im Laufe der letzten Wochen gestellt. Dabei haben wir Leitlinien als Mission Statement für das Grätzl formuliert und anhand dessen konkrete Gestaltungsvorschläge für den Raum entwickelt.



Plätze und Platzsituationen als vielfältige und verbindende (Mikro)Freiräume nutzbar machen

Wieden, und dabei vor allem das Freihaus- und des Gußhausviertel rund um die TU Wien sind durch ein kleinteiliges Netz an Plätzen und Freiräumen in unterschiedlichster Qualität und Dimension geprägt. Durch kleine Maßnahmen können aus “Left-Over-Spaces” Mikrofreiräume entstehen, bestehende Plätze können besser nutzbar gemacht werden. Durch das Identifizieren von Platztypen als "Meeting-Places" und das Verbinden der Plätze wird ein abwechslungsreiches Freiraumnetz geschaffen; durch die Abstimmung mit Ansprüchen der Nutzer*innen können die Räume zu Identitätsstiftern als verbindende Elemente der Nachbarschaft werden.


Und wie kann diese Mission nun gelingen und Realität werden? 4 Bausteine als roter Faden zur Umsetzung von Karl*as Quartier!



#1: Sicherstellung von und Verknüpfung mit Grün- und Freiräumen

“Urbanism works when it creates a journey as desirable as the destination.” Paul Goldberger

Zentral für Karl*as Quartier ist es Straßenzüge stärker als Erholungsräume zu denken, etwa um stressfreie Wege zu schaffen. Maßgeblich dafür ist ein dichtes Netz aus nutzbaren Grün- und Freiräumen. Durch den Mix an punktuellen, linearen und flächigen Maßnahmen entstehen zusätzlich eine kühlende Wirkung sowie die Stärkung der Biodiversität im Grätzl.







#2: Herstellung einer fairen Verteilung und offene Nutzung des Raums

Der öffentliche Raum im Umkreis der TU Wien ist zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten durch unterschiedlichste Nutzer*innengruppen geprägt; Nutzungsoffenheit und Flexibilität schaffen die Grundlage für die Aneignung und Wandelbarkeit des Raumes. Ein wesentlicher Bestandteil für Karl*as Quartier ist dabei eine faire Aufteilung des Straßenraums, und damit der Wandel weg von passiver und hin zu aktiver Mobilität.





#3: Festigung und Verknüpfung der TU Wien mit ihrer Umgebung als Baustein im Mosaik Stadtgefüge

Die TU Wien ist ein zentraler Bestandteil des Gußhaus- und Paulanerviertels. Im bunten, städtischen Gefüge des vierten Bezirks ist sie aber nicht die einzige Akteurin, sondern fügt sich als Puzzlestein in ein Mosaik an Nutzungen ein. Dabei ist die Interaktion zwischen Universität und Grätzl maßgeblich: Wissensverbreitung, -vermittlung und -austausch sollen nicht nur innerhalb der Mauern der Universität stattfinden, sondern nach außen in den öffentlichen Raum getragen werden. Ein lebendiger Austausch erhöht die Niedrigschwelligkeit der Universität und hilft bestehende Barrieren abzubauen.



#4: Der Prozess als Schlüssel

“Cities have the capability of providing something for everybody, only because, and only when, they are created by everybody.” Jane Jacobs

Karl*as Quartier entsteht nicht durch ein abgeschlossenes, vorgefertigtes Konzept, sondern ist als adaptiver und bunter Prozess zu verstehen. Um die Interessen der Nutzer*innen abbilden zu können, ist die aktive Einbindung möglichst vieler Akteur*innen zentral; die Begegnung erfolgt auf Augenhöhe. Durch temporäre Maßnahmen wird das Grätzl zum Experimentierraum, der in weiter Folge durch dauerhafte Elemente geformt wird. Die TU wird als Grätzlmacher*innen tätig, übernimmt Verantwortung bringt sich aktiv in die Gestaltung des Grätzls ein.




Wie sehen die Netze aus Plätzen und ihre Verbindungen aus?


#1 Netze und Plätze – der Überblick

Der wichtigsten Gedanken des Projekts – die Plätze des Stadtteils mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften neu zu denken und ein Freiraumnetz aufzubauen – ist in folgender Karte dargestellt. Die Einteilung der Plätze in die Kategorien erfolgt auf Basis ihrer Lage, ihrer räumlichen Struktur und Nutzer*innengruppen, die sich im Raum aufhalten.


#2 Platztypen Steckbriefe zukünftiger Ansprüche

Die verschiedenen Arten von Plätzen haben unterschiedliche Charakteristika und es werden verschiedene Ansprüche an sie gestellt:


#3 Plug-Ins – Vorstellung der Idee für flexible Raumgestaltung

Zusätzlich zu einer "Grundausstattung" sollen Plätze und andere Standorte in Straßenräumen durch "Plug-Ins" ergänzt werden. Diese ermöglichen es auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzer*innengruppen zeitlich und saisonal einzugehen und die Räume flexibel auf sich verändernde Interessen von Anrainer*innen anzupassen. In den ersten Schritten der Umgestaltung der Karlsgasse dienen sie vor allem zum Abtesten, welche Gestaltungselemente von den Nutzer*innen am besten angenommen werden, später kann über die sich verändernden Plug-Ins der Dialog zwischen verschiedenen Akteur*innengruppen aufrecht erhalten werden.

#4 Verbindungen besser nützen Neuinterpretation des Straßenraums

Damit die verschiedenen Freiräume des Gußhaus- und Freihausviertels auf eine angenehme und sichere Art und Weise erreicht werden können müssen sie angemessen miteinander verbunden werden.


Die Karlsgasse wird zur Fußgängerzone. Sie bietet Raum für Wissensaustausch, -gewinnung und -verbreitung.

Natürlich wird die Zufahrt ermöglicht und das Halten für Ladetätigkeiten ist in bestimmten Zonen erlaubt.



In der Paniglgasse stehen in Zukunft die Fußgänger*innen an erster Stelle, denn die Straße wird teils zur Fußgängerzone und teils zur Begnungszone (hier auf der Abbildung).





Die Argentinierstraße wird künftig den Ansprüchen einer Grünverbindung, einer übergeordneten Radverbindung und einer Flaniermeile für Fußgänger*innen gerecht werden. Dies wird durch die Einrichtung einer Fahrradstraße, viel breiteren Gehsteigen und einer Begrünung ermöglicht.


In der Schleifmühlgasse wird ebenfalls in die Platzaufteilung eingegriffen um die grüne Achse, die in der Gußhausstraße beginnt, bis an die Wienzeile verlängern zu können. Des Weitern wird die Gasse Platz für verschiedene Aktivitäten bieten, die sich aus den "Plug-Ins" ergeben können.




Verena Matlschweiger, Sophie Spanlang, Lisa Steiner, Florida Xhelili


Quellen:

Karte: Datenquelle: Stadt Wien – data.wien.gv.at (Mehrzweckkarte )

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